Taxi -

Neue Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und eine neue Bugschürze kennzeichnen den überarbeiteten Vito
Mercedes-Benz überarbeitet Vito und Viano
Transporter-Entwickler sind zur Sparsamkeit angehalten und müssen meist auf Aggregate zurückgreifen, die aus der Pkw-Großserie stammen. Das war auch bei den Mercedes-Benz-Baureihen Vito und Viano der Fall, doch bei der Modellpflege haben die Ingenieure etwas mehr Freiheit bekommen. So erhalten das "Arbeitstier" Vito Kombi und der wohnlicher eingekleidete Viano jetzt einerseits Vierzylinder-CDI mit zwei Ausgleichswellen aus dem Pkw-Regal und andererseits ein aus dem Sprinter bekanntes Sechsgang-Getriebe mit einer breiteren Spreizung als im Pkw.
Wie die Fahrvorstellung am 31. August 2010 in Hamburg zeigte, kann sich das Ergebnis hören lassen. Die Ausgleichswellen machen die Vierzylinder-CDI laufruhiger und dank zusätzlicher Dämm-Maßnahmen auch deutlich leiser. Das neue Sechsgang-Getriebe hat einen sehr kurz übersetzten Gang, der sich vor allem im Gespannbetrieb bezahlt macht, im Taxi-Solo-Einsatz aber eher lästig ist. Der sechste Gang ist sehr lang übersetzt, was das Drehzahlniveau bei Überland- und Autobahn-Einsätzen angenehm senkt. Wenn man das Anfahren mit dem kurzen ersten Gang erst einmal fahrgastfreundlich bewältigt, ist man mit dem präzise, aber etwas knochig schaltbaren Getriebe gut unterwegs.
Alternativ zum Schaltgetriebe gibt es den Vito und den Viano mit je zwei Vierzylinder-CDI auch in Kombination mit der aus dem Pkw-Bau übernommenen und unveränderten Fünfgang-Wandlerautomatik. Sie schaltet sehr weich und hat ein gutes Schaltprogramm, lässt die Motoren aber eher müde wirken. Beim V6-CDI ist die Automatik bei beiden Varianten serienmäßig.
Weitere Infos zur Fahrvorstellung bringt TAXI in der Ausgabe 6/2010.
(dif, 02.09.10)
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(Foto: Dietmar Fund)




