03.09.2010

Taxi -

Tagfahrlicht haben jetzt alle Caddy und Caddy Maxi – hier ist der Kombi „Startline“ abgebildet

Volkswagen Nutzfahrzeuge macht den Caddy komfortabler

Rund 30 Prozent aller Verkäufe des VW Caddy und des Caddy Maxi gehen an private Kunden, ließ Volkswagen Nutzfahrzeuge bei der Fahrvorstellung der modellgepflegten beiden Kasten-Kombis verlauten. Die Chancen stehen gut, dass künftig noch mehr Kunden mit feinen Ohren und feinem Gespür gerne in einen Caddy oder Caddy Maxi einsteigen, denn vor allem beim Geräusch haben die Entwickler Einiges geleistet.

Den Hauptanteil daran haben sicher die Common-Rail-TDI, die ihre sehr sparsamen, aber lauten und rau laufenden Pumpe-Düse-Vorgänger abgelöst haben. Im kurzen Caddy kann man mit einem 1,6-l-TDI einsteigen, der 55 kW/75 PS bietet. Im Caddy Maxi, den das mobile Gewerbe wegen seines Platzangebotes eindeutig bevorzugt, beginnt das Vergnügen mit 75 kW/102 PS. Mit diesem Motor ist der Fünf- oder Siebensitzer für ein vorwiegend innerstädtisch eingesetztes Taxi völlig ausreichend motorisiert. Der Vierzylinder dreht munter und recht gleichmäßig hoch und verleitet die Aushilfen nicht zu Wettrennen. Innerorts verlangt er nach dem vierten Gang und brummelt bisweilen zwischen 1.200 und 1.400/min unter Last, aber sonst macht er seine Sache gut. Bei Überlandfahrten wünscht man sich aber statt der lang übersetzten Gänge vier und fünf ein enger gestuftes Sechsgang-Getriebe. Auf hügeligen Strecken muss der 1,6-l-TDI in dieser Leistungsstufe schon bei Leerfahrten fleißig geschaltet werden, was aber Spaß macht.

Diesen Motor gibt es auch mit „BlueMotion Technology“ und einer gut funktionierenden Start-Stopp-Automatik. Bei ihr sind die oberen Gänge allerdings noch spürbar länger übersetzt.

Eine sehr gelungene Kombination geht der normale 1,6-l-TDI mit 75 kW/102 PS mit dem Siebengang-DSG ein. Es hat eine leichte Kriechfunktion und verlangt daher beim Hin- und Her-Rangieren nach etwas Gas, was das Einkuppeln leicht ruckelig wirken lässt. Einmal in Fahrt, wechselt die Automatik die sieben Gänge sehr weich und schaltet Sprit sparend schon früh hoch, wenn man ausgeglichen fährt. Das DSG lässt den Motor noch etwas besser gedämmt wirken.

Den 2-l-TDI mit 103 kW/140 PS werden Taxi- und Mietwagenunternehmer kaum brauchen. Wenn doch, dann ist er mit einem Sechsgang-DSG zu haben. Dessen nasse Kupplungen verkraften sein hohes Drehmoment, was die trockenen Kupplungen des DSG7 noch nicht schaffen.

Die für das mobile Gewerbe wesentliche Neuerung im Innenraum ist, dass man nun die im Verhältnis 2/3 zu 1/3 geteilte Sitzbank der zweiten Reihe leicht zusammenklappen und dann herausnehmen kann. Sofern die Vordersitze nicht ganz hinten stehen und ihre Lehne nicht zu stark geneigt ist, kann man die Lehne der zweiten Sitzreihe nach vorn auf die Sitzfläche klappen, unten an einem Hebel ziehen und den Sitz nach vorn klappen und ihn dann nach dem Hochziehen eines Bügels herausnehmen. Das Wiedereinsetzen klappt ebenfalls recht gut, doch schon am Einzelsitz rechts hat eine zarte Taxifahrerin ordentlich zu schleppen. Die dritte Sitzreihe, die es sowohl im Caddy als auch im Caddy Maxi gibt, kann man ja schon seit zwei Jahren in ähnlicher Weise klappen oder herausnehmen. Zusammen entsteht dann ein schönes Lastentaxi.

Einen detaillierten Fahrbericht bringt TAXI in der Ausgabe 6/2010. Die Preisliste der neuen Fahrzeuge können interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer aus dem Download-Kasten neben dieser Meldung als pdf-Datei herunterladen.
(dif, 03.09.10)

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