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Wer unter dem Einfluss von Medikamenten fahren muss, sollte sich vorab beim Arzt oder Apotheker informieren
Vorsicht bei Medikamenten am Steuer
Nach Schätzungen von Verkehrsexperten sind bei rund jedem vierten Verkehrsunfall Medikamente im Spiel. Die in der kalten Jahreszeit häufig verwendeten Grippe- und Erkältungsmittel beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit stärker als erwartet.
Gefahr geht bei Grippe- und Schnupfenmitteln – auch bei rezeptfreien – beispielsweise von Antihistaminika aus. Besonders bei Therapiebeginn und in Kombination mit anderen beruhigenden Mitteln ist die Gefahr der Fahruntüchtigkeit groß. Starke Schmerzmittel bewirken neben der Dämpfung der Schmerzempfindlichkeit auch eine Dämpfung im Zentralnervensystem, die wiederum zur Fahruntüchtigkeit führen kann. Einige ältere Mittel beinhalten Barbiturate – das sind Schlafmittel, die natürlich die Fahrtüchtigkeit stark mindern.
Gefährliche Inhaltsstoffe sind das in mehreren Hustenblockern enthaltene Dextrometorphan, Codein und Dehydrocodein. Bei Muskelschmerzen kommen häufig Tranquilizer zum Einsatz, die auf das Zentralnervensystem wirken und die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.
Wer also unter dem Einfluss von Medikamenten fahren muss, sollte unbedingt den Rat eines Arztes oder Apothekers einholen. Denn wenn Medikamente als Unfallursache nachgewiesen werden, dann erlischt der Kaskoschutz der Kfz-Versicherung. Wie die Gesellschaft für Technische Überwachung weiterhin mitteilt, drohen dann Bußgeld, Punkte, Fahrverbot oder gegebenenfalls sogar eine Freiheitsstrafe.
(kitz)
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